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Gesetz zur Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes sowie weiterer Vorschriften
Eingereicht von: Bundesregierung (CDU/CSU, SPD) · BT-Drs. 21/537
Was ändert sich?
Die Einbürgerung nach nur drei Jahren bei besonderen Integrationsleistungen wird abgeschafft. Wer sich einbürgern lassen will, muss künftig mindestens fünf Jahre in Deutschland gelebt haben.
Ab wann: am Tag nach der VerkündungKI-Zusammenfassung des Gesetzentwurfs, ohne Gewähr. Details und Quellen unten.Stand
In KraftBeratungsstand laut DIP: Verkündet
- Ausschuss
- dafür: CDU/CSU, AfD, SPD · dagegen: Grüne, Linke
Verkündet am 29. Oktober 2025 im BGBl I 2025, 256. In Kraft seit 30. Oktober 2025
Worum geht es?
Notwendige Voraufenthaltszeit von mindestens 5 Jahren bei einer Anspruchseinbürgerung als generelles Erfordernis, Aufhebung der Möglichkeit zur Verkürzung der erforderlichen Voraufenthaltsdauer auf bis zu 3 Jahre bei Nachweis besonderer Integrationsleistungen ("Turboeinbürgerung"); Änderung § 10 Staatsangehörigkeitsgesetz
Kurzbeschreibung. Quelle: Deutscher Bundestag/Bundesrat – DIP.Wer ist betroffen?
- Ausländerinnen und Ausländer, die sich einbürgern lassen wollenBelastung
Auch bei sehr guten Deutschkenntnissen (C1) und gesichertem Lebensunterhalt ist eine Einbürgerung nicht mehr schon nach drei Jahren möglich, sondern erst nach fünf Jahren Aufenthalt.
Beleg im EntwurfBeleg ausblenden
„Die im Rahmen der jüngsten Reform des Staatsangehörigkeitsrechts geschaffene Einbürgerungsmöglichkeit nach drei Jahren soll entfallen und künftig generell eine Voraufenthaltszeit von mindestens fünf Jahren zugrunde gelegt werden.“
- Ausländische Fach- und ArbeitskräfteBelastung
Die besonders kurze Einbürgerungsfrist als Anreiz für einen Umzug nach Deutschland entfällt; für die Aufenthaltsverfestigung bleiben aber Wege wie die Niederlassungserlaubnis nach drei Jahren.
Beleg im EntwurfBeleg ausblenden
„Eine besonders kurze Voraufenthaltszeit für die Einbürgerung kann einen Anreiz für ausländische Fach- und Arbeitskräfte setzen, nach Deutschland zu kommen bzw. sich dauerhaft für ein Leben in Deutschland zu entscheiden. Diese Möglichkeit entfällt künftig.“
- Deutsche Staatsangehörige, die im Ausland ihren Pass verlierenEntlastung
Andere EU-Staaten können Deutschen künftig einen EU-Rückkehrausweis für die Heimreise ausstellen.
Beleg im EntwurfBeleg ausblenden
„nationale Umsetzung des in Artikel 4 der Richtlinie (EU) 2019/997 vorgesehenen Verfahrens im Passgesetz, um die Ausstellung von EU- Rückkehrausweisen durch andere EU-Mitgliedstaaten an deutsche Staatsangehörige zu ermöglichen;“
KI-Auswertung des Vorblatts (Claude). Jede Zeile wurde maschinell gegen den Originaltext geprüft; ohne wörtlichen Beleg erscheint sie nicht. Die Angaben gelten für den Entwurf und sind keine Rechtsberatung.
Was kostet das?
- Haushaltsausgaben
Haushaltsausgaben ohne Erfüllungsaufwand sind für Bund, Länder und Kommunen nicht zu erwarten.
- Erfüllungsaufwand
E.1 Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger Für Bürgerinnen und Bürger reduziert sich der jährliche Erfüllungsaufwand geringfügig. E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft Für die Wirtschaft ändert sich der Erfüllungsaufwand nicht. E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung Für die Verwaltung der Länder (inklusive Kommunen) reduziert sich der jährliche Erfüllungsaufwand geringfügig.
- Weitere Kosten
Auswirkungen auf die Einzelpreise und das Preisniveau, insbesondere auf das Verbraucherpreisniveau, sind nicht zu erwarten. Die vorgesehenen Regelungen sind nicht mit weitergehenden Belastungen für die Wirtschaft und die sozialen Sicherungssysteme verbunden. BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DER BUNDESKANZLER …
Mehr lesenWeniger
Berlin, 23. Juni 2025 An die Präsidentin des Deutschen Bundestages Frau Julia Klöckner Platz der Republik 1 11011 Berlin Sehr geehrte Frau Bundestagspräsidentin, hiermit übersende ich den von der Bundesregierung beschlossenen
Wo steht das Gesetz?
- Bundesrat: Gesetzentwurf eingebracht30. Mai 2025 · BR-Drs. 220/25
- Bundestag: Gesetzentwurf eingebracht23. Juni 2025 · BT-Drs. 21/537
- Bundestag: 1. Lesung27. Juni 2025 · BT-PlPr. 21/15
- Bundesrat: 1. Durchgang11. Juli 2025 · BR-PlPr. 1056
- Bundestag: Ausschuss: Beschlussempfehlung15. September 2025 · BT-Drs. 21/1634
- Bundestag: 2. Lesung8. Oktober 2025 · BT-PlPr. 21/30
- Bundestag: 3. Lesung8. Oktober 2025 · BT-PlPr. 21/30
- Bundesrat: 2. Durchgang17. Oktober 2025 · BR-PlPr. 1058
- Im Bundesgesetzblatt verkündet29. Oktober 2025
Namentliche Abstimmung am 8. Oktober 2025
Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes · angenommen
| Fraktion | Ja | Nein | Enth. | Fehlt |
|---|---|---|---|---|
| CDU/CSU | 201 | 0 | 0 | 7 |
| AfD | 135 | 0 | 2 | 14 |
| SPD | 114 | 0 | 0 | 6 |
| BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN | 0 | 76 | 0 | 9 |
| Die Linke | 0 | 57 | 0 | 7 |
| fraktionslos | 0 | 1 | 0 | 1 |
Im Bundestag gesagt
14 Reden an 2 Sitzungstagen.
Alle Rednerinnen und RednerWeniger
- Alexander Dobrindt · Bundesmin., Bundesministerium des Innern27. Juni 2025 · Plenarprotokoll 21/15, S. 1392D
- Dr. Gottfried Curio · MdB, AfD27. Juni 2025 · Plenarprotokoll 21/15, S. 1393C
- Hakan Demir · MdB, SPD27. Juni 2025 · Plenarprotokoll 21/15, S. 1395B
- Filiz Polat · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN27. Juni 2025 · Plenarprotokoll 21/15, S. 1396B
- Ferat Koçak · MdB, DIE LINKE27. Juni 2025 · Plenarprotokoll 21/15, S. 1397A
- Dr. Cornell-Anette Babendererde · MdB, CDU/CSU27. Juni 2025 · Plenarprotokoll 21/15, S. 1397D
- Alexander Dobrindt · Bundesmin., Bundesministerium des Innern8. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/30, S. 3159B
- Jochen Haug · MdB, AfD8. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/30, S. 3160A
- Sonja Eichwede · MdB, SPD8. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/30, S. 3161A
- Filiz Polat · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN8. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/30, S. 3161C
- Ferat Koçak · MdB, DIE LINKE8. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/30, S. 3162B
- Dr. Cornell-Anette Babendererde · MdB, CDU/CSU8. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/30, S. 3163B
- Dr. Christian Wirth · MdB, AfD8. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/30, S. 3164C
- Hakan Demir · MdB, SPD8. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/30, S. 3165B