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Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 3 Absatz 3 Satz 1 - Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)
Eingereicht von: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN · BT-Drs. 21/2027
Was ändert sich?
Das Grundgesetz soll ausdrücklich verbieten, Menschen wegen ihrer sexuellen Identität zu benachteiligen. Das Merkmal wird in die Liste in Artikel 3 Absatz 3 aufgenommen – neben Geschlecht, Herkunft, Glauben und Behinderung.
Ab wann: am Tag nach der VerkündungKI-Zusammenfassung des Gesetzentwurfs, ohne Gewähr. Details und Quellen unten.Stand
AusschussBeratungsstand laut DIP: Überwiesen
- Dafür dürften
- Grüne, LinkeDie einbringende Fraktion, dazu, wer bei ihren Vorlagen in dieser Wahlperiode im Ausschuss meist dafür stimmte. Abgestimmt hat der Ausschuss noch nicht.
- Chance
- sehr geringEntwurf aus der Opposition; ohne CDU/CSU oder SPD gibt es keine Mehrheit (Opposition zusammen 299 von 630 Sitzen). In dieser Wahlperiode hat der Bundestag 0 von 25 abgeschlossenen Oppositionsentwürfen beschlossen.
Worum geht es?
Aufgrund abnehmender gesellschaftlicher Akzeptanz und zunehmender Diskriminierung nicht-heteronormativer Lebensweisen (LSBTIQ) verfassungsrechtliche Absicherung der gegenwärtigen Rechtsprechung des BVerfG sowie Übernahme unionsrechtlicher und europäischer Diskriminierungsverbote, Aufnahme der sexuellen Identität in den Katalog spezieller Diskriminierungsverbote; …
Mehr lesenWeniger
Änderung Art. 3 Grundgesetz Bezug: Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 7. Juli 2009 zur Verfassungswidrigkeit der Ungleichbehandlung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft im Bereich der betrieblichen Hinterbliebenenversorgung (BVerfGE 124, 199) Art. 21 EU-Grundrechtecharta, Art. 10 Vertrag über die Arbeitsweise der EU, Art. 1 Richtlinie 2000/78/EG zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf (ABl. L 303, 02.12.2000, S. 16) Bericht der Gemeinsamen Verfassungskommission auf BT-Drs. 12/6000, S. 54 Wiedervorlage des Gesetzentwurfs auf BT-Drs 19/13123 (GESTA 19. WP C099) in geringfügig geänderter Fassung Der Gesetzentwurf ist textidentisch mit dem beim BR eingebrachten Gesetzesantrag auf BR-Drs 313/25 GESTA C020
Wer ist betroffen?
- Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie trans-, intergeschlechtliche und queere MenschenEntlastung
Der Schutz davor, wegen der sexuellen Identität benachteiligt zu werden, steht künftig ausdrücklich im Grundgesetz und kann nur noch durch eine erneute Verfassungsänderung zurückgenommen werden.
Beleg im EntwurfBeleg ausblenden
„In diesem Sinne muss das Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität ausdrücklich grundgesetzlich abgesichert werden, damit eine etwaige künftige Abkehr hiervon an die besonderen Hürden einer erneuten Verfassungsänderung geknüpft wäre.“
KI-Auswertung des Vorblatts (Claude). Jede Zeile wurde maschinell gegen den Originaltext geprüft; ohne wörtlichen Beleg erscheint sie nicht. Die Angaben gelten für den Entwurf und sind keine Rechtsberatung.
Was kostet das?
- Haushaltsausgaben
Keine. 4 Vgl. Stellungnahme des LSVD zum Gesetzentwurf der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Die Linke und FDP (BT-Drucksache 19/13123), www.lsvd.de/de/ct/1825-Ergaenzung-von-Artikel-3-im- Grundgesetz-um-quot-sexuelle-Identitaet-quot (zuletzt abgerufen am 01.10.2025).
- Erfüllungsaufwand
E.1 Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger Der Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger verändert sich nicht. E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft Es entsteht kein Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft. E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung Der Erfüllungsaufwand der Verwaltung verändert sich nicht.
- Weitere Kosten
Das Gesetz führt zu keinen zusätzlichen Belastungen.
Wo steht das Gesetz?
- Bundestag: Gesetzentwurf eingebracht7. Oktober 2025 · BT-Drs. 21/2027
- Bundestag: 1. Lesung9. Oktober 2025 · BT-PlPr. 21/31
Im Bundestag gesagt
16 Reden an 1 Sitzungstag.
Alle Rednerinnen und RednerWeniger
- Nyke Slawik · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3228A
- Dr. Martin Plum · MdB, CDU/CSU9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3229A
- Fabian Jacobi · MdB, AfD9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3230A
- Carmen Wegge · MdB, SPD9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3231B
- Maik Brückner · MdB, DIE LINKE9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3233A
- Ansgar Heveling · MdB, CDU/CSU9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3234C
- Stephan Brandner · MdB, AfD9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3236A
- Hakan Demir · MdB, SPD9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3238C
- Helge Limburg · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3239C
- Christian Moser · MdB, CDU/CSU9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3240C
- Ulrich von Zons · MdB, AfD9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3241B
- Helge Lindh · MdB, SPD9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3242B
- Beatrix von Storch · MdB, AfD9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3244D
- Tijen Ataoğlu · MdB, CDU/CSU9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3245C
- Stefan Seidler · MdB, fraktionslos9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3246B
- Dr. David Preisendanz · MdB, CDU/CSU9. Oktober 2025 · Plenarprotokoll 21/31, S. 3246D