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Gesetz für den Bürokratierückbau im Bereich des Bundesministeriums des Innern
Eingereicht von: Bundesregierung (CDU/CSU, SPD) · BT-Drs. 21/3620
Was ändert sich?
De-Mail wird zum 31. Dezember 2026 abgeschafft, Reedereien müssen Seeleute nicht mehr bei der Meldebehörde an- und abmelden, und bei der Anmeldung im Meldeamt reicht künftig eine Unterschrift auf dem Tablet statt auf Papier.
Ab wann: Am Tag nach der Verkündung; die Regelung zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung am ersten Tag des siebten Monats nach der Verkündung; ein Artikel am 1. Januar 2027.KI-Zusammenfassung des Gesetzentwurfs, ohne Gewähr. Details und Quellen unten.Stand
In KraftBeratungsstand laut DIP: Verkündet
- Ausschuss
- dafür: CDU/CSU, SPD · dagegen: AfD, Linke · Enthaltung: Grüne
Verkündet am 9. Juli 2026 im BGBl I 2026, 199. In Kraft seit 10. Juli 2026 (einzelne Teile zu anderen Terminen)
Worum geht es?
Für diesen Vorgang gibt es im DIP keine Kurzbeschreibung. Der Gesetzentwurf ist unten verlinkt.
Wer ist betroffen?
- Nutzerinnen und Nutzer von De-MailEntlastung und Belastung
De-Mail fällt weg; bis zum 31. Dezember 2026 ist ein geordneter Umstieg auf andere Lösungen möglich, dafür entfallen Identitätsnachweis und Belehrungsbestätigung.
Zu tun: Auf andere Lösungen umsteigen
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„Um den verbliebenen Nutzerinnen und Nutzern und Anbietern einen geordneten Umstieg zu ermöglichen, soll die Abschaffung mit einer Frist zum 31. Dezember 2026 versehen werden.“
- Menschen, die sich bei der Meldebehörde an- oder abmeldenEntlastung
Bei der persönlichen Vorsprache kann die Unterschrift künftig elektronisch erfolgen, etwa auf einem Tablet oder durch Anklicken eines Bestätigungskästchens.
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„Die elektronische Prozessabwicklung bei der persönlichen Vorsprache in der Meldebehörde soll derart unterstützt werden, dass beispielsweise durch Unterschrift auf einem Tablet mit Formularanzeige oder durch ein Anklicken eines Bestätigungskästchens, falls keine elektronische Anmeldung eines Wohnsitzes nach § 23a BMG vorgenommen werden kann, die heutige bestätigende Unterschrift für An- und Abmeldungen auf Papier ersetzt werden kann.“
- Seeleute auf Schiffen unter deutscher Flagge ohne Wohnsitz in DeutschlandEntlastung und Belastung
Sie werden nicht mehr bei der Meldebehörde an- und abgemeldet; deutsche Seeleute ohne Wohnsitz im Inland kommen nur noch auf eigenen Antrag ins Wählerverzeichnis.
Zu tun: Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis stellen
Beleg im EntwurfBeleg ausblenden
„Als Folge ergibt sich, dass zur Teilnahme an Bundestagswahlen und Wahlen zum Europäischen Parlament deutsche Seeleute auf Schiffen unter deutscher Flagge ohne Wohnsitz im Inland nur auf Antrag in das Wählerverzeichnis eingetragen werden.“
- Reedereien mit Schiffen unter deutscher FlaggeEntlastung
Rund 7.380 An- und Abmeldungen von Seeleuten pro Jahr entfallen, das spart etwa 99.000 Euro im Jahr.
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„Für jährlich 7 380 An- und Abmeldungen von Seeleuten (rund 30 Besatzungswechsel auf derzeit 246 Schiffen unter deutscher Flagge) reduziert sich dadurch der jährliche Erfüllungsaufwand um rund 99 000 Euro.“
- Beamtinnen und Beamte des BundesEntlastung
Beihilfebescheide kommen künftig elektronisch statt per Brief, und für geringfügige Nebentätigkeiten genügt eine Anzeige vor Beginn statt einer Genehmigung.
Zu tun: Nebentätigkeit vor Beginn anzeigen
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„Abschaffung des Genehmigungsvorbehalts bei geringfügiger Beschäftigungsaufnahme im Nebentätigkeitsrecht für Beamte und zukünftig Anzeigepflicht vor Beginn zwecks Prüfung einer möglichen Beeinträchtigung dienstlicher Interessen (Ergänzung des § 99 BBG).“
- Polizeibeamtinnen und PolizeibeamteEntlastung
Weniger Genehmigungs-, Prüf-, Auskunfts-, Berichts- und Benachrichtigungspflichten, damit mehr Zeit für die Ermittlungsarbeit bleibt.
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„Zur Entlastung von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten sieht der Gesetzentwurf vor, Anordnungs- und Genehmigungsanforderungen, Prüf-, Auskunfts-, Berichts- und Benachrichtigungspflichten zu reduzieren sowie Arbeitsprozesse zu beschleunigen.“
- Bewohnerinnen und Bewohner von PflegeheimenBetroffen, ohne Kostenfolge
Der bedingte Sperrvermerk im Melderegister wird für Pflegeheime abgeschafft.
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„Im Bundesmeldegesetz wird die besondere Meldepflicht für Seeleute gestrichen, der bedingte Sperrvermerk, der sich in der Praxis nicht bewährt hat, wird für Pflegeheime abgeschafft, die elektronische Prozessabwicklung in den Meldebehörden wird gestärkt und die nicht mehr zeitgemäße Datenübermittlung an Adressbuchverlage gestrichen.“
- Vorhabenträger von Planungs- und GenehmigungsvorhabenEntlastung und Belastung
Sie sollen das Ergebnis der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung künftig in einem üblichen elektronischen Format an die Behörde übermitteln und der Öffentlichkeit mitteilen.
Zu tun: Ergebnisse elektronisch übermitteln und mitteilen
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„Es wird festgelegt, dass der Vorhabenträger der Behörde den wesentlichen Inhalt und das abschließende Ergebnis der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung in verkehrsüblichem elektronischen Format übermitteln und der betroffenen Öffentlichkeit mitteilen soll.“
- Menschen, die Anträge bei Behörden stellenEntlastung
Wo bisher Schriftform verlangt war, reicht künftig ein elektronisches Dokument, insbesondere eine E-Mail.
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„Als wesentliche Neuerung wird eine angeordnete Schriftform zukünftig durch ein „elektronisches Dokument“ gewahrt, insbesondere via E-Mail (§ 3a Absatz 2 VwVfG n. F.).“
KI-Auswertung des Vorblatts (Claude). Jede Zeile wurde maschinell gegen den Originaltext geprüft; ohne wörtlichen Beleg erscheint sie nicht. Die Angaben gelten für den Entwurf und sind keine Rechtsberatung.
Was kostet das?
- Haushaltsausgaben
Durch die Stärkung der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung sind wesentliche zusätzlich verursachte Haushaltsausgaben voraussichtlich nicht zu erwarten. Mit der Ergänzung des § 80 Absatz 1 des Bundesbeamtengesetzes (BBG) entfallen für den Haushalt des Bundes Sachkosten für die Verwaltung in Höhe von 500 000 Euro (rund 1,00 Euro Portokosten zuzüglich 0,15 Euro Materialpauschale, somit 1,15 Euro x 500 000 Briefe entsprechen 575 000 Euro). …
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Die Aufhebung des De-Mail-Gesetzes führt ab dem Haushaltsjahr 2027 im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu Minderausgaben in Höhe von etwa 63 000 Euro. Die aus diesem Regelungsvorhaben resultierenden, den Bund tangierenden Mehrbedarfe sind finanziell und stellenmäßig im jeweiligen Einzelplan gegenzufinanzieren.
- Erfüllungsaufwand
E.1 Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger Der zeitliche Aufwand für Bürgerinnen und Bürger reduziert sich um insgesamt rund 85 000 Stunden pro Jahr. E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft Die Wirtschaft wird um insgesamt rund 2,1 Millionen Euro pro Jahr entlastet, die sämtlich zu Bürokratiekosten aus Informationspflichten zählen. …
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E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung Die Verwaltung wird um rund 9 Millionen Euro pro Jahr entlastet. Diese Entlastung kommt fast vollständig den Ländern zugute.
- Weitere Kosten
Sonstige Kosten für die Wirtschaft sind voraussichtlich nicht zu erwarten. Es entstehen keine Kosten für soziale Sicherungssysteme und keine Auswirkungen auf Einzelpreise sowie das Preisniveau. BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DER BUNDESKANZLER Berlin, 14. Januar 2026 An die Präsidentin des Deutschen Bundestages Frau Julia Klöckner Platz der Republik 1 11011 Berlin Sehr geehrte Frau Bundestagspräsidentin, …
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hiermit übersende ich den von der Bundesregierung beschlossenen
Wo steht das Gesetz?
- Bundesrat: Gesetzentwurf eingebracht7. November 2025 · BR-Drs. 639/25
- Bundesrat: 1. Durchgang19. Dezember 2025 · BR-PlPr. 1060
- Bundestag: Gesetzentwurf eingebracht14. Januar 2026 · BT-Drs. 21/3620
- Bundestag: 1. Lesung29. Januar 2026 · BT-PlPr. 21/56
- Bundestag: Ausschuss: Beschlussempfehlung20. Mai 2026 · BT-Drs. 21/6049
- Bundestag: 2. Lesung21. Mai 2026 · BT-PlPr. 21/80
- Bundestag: 3. Lesung21. Mai 2026 · BT-PlPr. 21/80
- Bundesrat: 2. Durchgang12. Juni 2026 · BR-PlPr. 1066
- Im Bundesgesetzblatt verkündet9. Juli 2026
Im Bundestag gesagt
14 Reden an 2 Sitzungstagen.
Alle Rednerinnen und RednerWeniger
- Daniela Ludwig · Parl. Staatssekr., Bundesministerium des Innern29. Januar 2026 · Plenarprotokoll 21/56, S. 6794A
- Sebastian Maack · MdB, AfD29. Januar 2026 · Plenarprotokoll 21/56, S. 6794D
- Sebastian Fiedler · MdB, SPD29. Januar 2026 · Plenarprotokoll 21/56, S. 6795C
- Lukas Benner · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN29. Januar 2026 · Plenarprotokoll 21/56, S. 6796C
- Katrin Fey · MdB, DIE LINKE29. Januar 2026 · Plenarprotokoll 21/56, S. 6797B
- Dr. Martin Plum · MdB, CDU/CSU29. Januar 2026 · Plenarprotokoll 21/56, S. 6798A
- Robin Jünger · MdB, AfD29. Januar 2026 · Plenarprotokoll 21/56, S. 6798C
- Heiko Hain · MdB, CDU/CSU29. Januar 2026 · Plenarprotokoll 21/56, S. 6799A
- David Gregosz · MdB, CDU/CSU21. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/80, S. 9662B
- Arne Raue · MdB, AfD21. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/80, S. 9662D
- Dr. Moritz Heuberger · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN21. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/80, S. 9664A
- Siegfried Walch · MdB, CDU/CSU21. Mai 2026 · zu Protokoll gegeben · Plenarprotokoll 21/80, S. 9697B
- Sebastian Fiedler · MdB, SPD21. Mai 2026 · zu Protokoll gegeben · Plenarprotokoll 21/80, S. 9697D
- Jan Köstering · MdB, DIE LINKE21. Mai 2026 · zu Protokoll gegeben · Plenarprotokoll 21/80, S. 9698B