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Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/1785 zur Änderung der Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen
Eingereicht von: Bundesregierung (CDU/CSU, SPD) · BT-Drs. 21/4786
Was ändert sich?
Betreiber großer Industrieanlagen müssen künftig ein Umweltmanagementsystem einrichten, Ressourcen und Wasser effizienter nutzen und mehr Daten zu Emissionen im Internet veröffentlichen. Bei schweren Verstößen drohen Bußgelder bis 3 Prozent des Umsatzes.
Ab wann: Der Tag des Inkrafttretens wird vom Bundesumweltministerium im Bundesgesetzblatt bekannt gegeben; die EU-Richtlinie ist bis zum 1. Juli 2026 umzusetzen.KI-Zusammenfassung des Gesetzentwurfs, ohne Gewähr. Details und Quellen unten.Stand
BundesratBeratungsstand laut DIP: Bundesrat hat zugestimmt
- Ausschuss
- dafür: CDU/CSU, SPD · dagegen: AfD, Grüne, Linke
- Chance
- hochDer Bundestag hat zugestimmt. Der Bundesrat muss noch zustimmen; dass er ein Gesetz ganz scheitern lässt, ist selten.
Worum geht es?
Für diesen Vorgang gibt es im DIP keine Kurzbeschreibung. Der Gesetzentwurf ist unten verlinkt.
Wer ist betroffen?
- Betreiber von Industrieanlagen, die unter die Industrieemissions-Richtlinie fallenEntlastung und Belastung
Sie müssen ein Umweltmanagementsystem einrichten und dauerhaft betreiben, Ressourcen und Wasser effizienter nutzen und mit strengeren Emissionsgrenzwerten rechnen, können aber Fristverlängerungen und Ausnahmen beantragen.
Zu tun: Umweltmanagementsystem einrichten und Inhalte öffentlich zugänglich machen
Laut Entwurf 10.000 Betroffene
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„Vom Regelungsregime der Industrieemissions-Richtlinie werden ca. 40 000 Industrieanlagen in der Europäischen Union erfasst, darunter ca. 10 000 in Deutschland.“
- Industrieunternehmen in einer tiefgreifenden industriellen TransformationEntlastung
Wer nachweislich auf klimafreundliche Technik umstellt, kann bei der Einhaltung aktualisierter Standards einen Aufschub von bis zu acht Jahren erhalten.
Zu tun: Ausnahme bei der zuständigen Behörde beantragen
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„Wenn sich ein Betrieb nachweislich in einer tiefgreifenden industriellen Transformation befindet, kann dieser einen Aufschub von bis zu acht Jahren für die Einhaltung aktualisierter BVT- Schlussfolgerungen erhalten.“
- Betreiber von Industrieparkkläranlagen und Einleiter von IndustrieabwasserBelastung
Sie müssen ein Umweltmanagementsystem einführen und für Indirekteinleitungen in öffentliche oder private Abwasseranlagen neue Anforderungen erfüllen.
Zu tun: Umweltmanagementsystem einführen und dauerhaft betreiben
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„Insbesondere Betreiber von Industrieparkkläranlagen werden zur Einführung und zum dauerhaften Betrieb eines Umweltmanagementsystems verpflichtet (§ 61i Absatz 5 WHG neu).“
- Betreiber von BergbaubetriebenBelastung
Bei der Betriebsplanzulassung müssen die europäischen Vorgaben zu besten verfügbaren Techniken beachtet werden.
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„Zudem regeln die neuen §§ 57g bis 57p weitere Bedingungen bei der Betriebsplanzulassung von Vorhaben, die der Industriemissionsrichtlinie unterliegen. Insbesondere bestimmt § 57g, dass die BVT-Dokumente zu beachten sind.“
- Betreiber von Anlagen mit intensiver TierhaltungBelastung
Für sie gelten künftig einheitliche Betriebsvorschriften, mit Übergangsfristen von vier bis sechs Jahren nach deren Veröffentlichung.
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„Für Tierhaltungsanlagen werden die wesentlichen Anforderungen durch einheitliche Betriebsvorschriften festgelegt, die in einem von der Europäischen Kommission organisierten Informationsaustausch bis zum 1. September 2026 erstellt werden.“
- Anwohnerinnen und Anwohner von Industrieanlagen sowie interessierte ÖffentlichkeitEntlastung und Belastung
Messergebnisse zu Emissionen, Behördenberichte und Genehmigungsauflagen müssen kostenlos im Internet abrufbar sein; nach Kritik der Opposition werden zugleich Beteiligungsmöglichkeiten in Genehmigungsverfahren eingeschränkt.
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„Die Ergebnisse der Emissionsüberwachung, die relevanten Informationen zu den vom Betreiber in Umsetzung der Rückführungspflicht getroffenen Maßnahmen und die Berichte der Vor-Ort-Besichtigung der Anlagen durch die zuständige Behörde sind der Öffentlichkeit im Internet zur Verfügung zu stellen.“
- Betreiber von AbfalldeponienBelastung
Für Deponien können künftig europäische Vorgaben zu besten verfügbaren Techniken und ein Umweltmanagementsystem eingeführt werden.
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„Weitere inhaltliche Anpassungen aufgrund der geänderten Industrieemissions-Richtlinie erfolgen etwa durch die Schaffung einer Ermächtigungsgrundlage, mit der ein Umweltmanagementsystem für Deponien eingeführt werden kann.“
KI-Auswertung des Vorblatts (Claude). Jede Zeile wurde maschinell gegen den Originaltext geprüft; ohne wörtlichen Beleg erscheint sie nicht. Die Angaben gelten für den Entwurf und sind keine Rechtsberatung.
Was kostet das?
- Haushaltsausgaben
Für Bund, Länder und Gemeinden entstehen durch das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie über Industrieemissionen keine zusätzlichen Kosten.
- Erfüllungsaufwand
E.1 Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger Keiner. E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft Durch dieses Gesetz entsteht ein europarechtlich vorgegebener zusätzlicher Erfüllungsaufwand in Höhe von ca. 326 000 Euro pro Jahr. Der zusätzliche laufende Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft unterliegt nicht der „One in, one out“-Regel der Bundesregierung, weil er auf einer 1:1- Umsetzung von EU-Recht beruht. …
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Davon Bürokratiekosten aus Informationspflichten Der laufende Erfüllungsaufwand in Höhe von jährlich ca. 326 000 Euro setzt sich ausschließlich aus Bürokratiekosten aus Informationspflichten zusammen. E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung Für den Bund entsteht ein geringfügiger zusätzlicher Erfüllungsaufwand. Die etwaigen Mehrbedarfe im Bereich des Bundes werden finanziell und stellenmäßig in den jeweiligen Einzelplänen ausgeglichen. Für die Länder entsteht durch dieses Gesetz europarechtlich vorgegebener zusätzlicher Erfüllungsaufwand in Höhe von rund 2 Millionen Euro pro Jahr.
- Weitere Kosten
Auswirkungen auf Einzelpreise, das Preisniveau, insbesondere auf das Verbraucherpreisniveau, sind nicht zu erwarten. BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DER BUNDESKANZLER Berlin, 18. März 2026 An die Präsidentin des Deutschen Bundestages Frau Julia Klöckner Platz der Republik 1 11011 Berlin Sehr geehrte Frau Bundestagspräsidentin, hiermit übersende ich den von der Bundesregierung beschlossenen
Wo steht das Gesetz?
- Bundesrat: Gesetzentwurf eingebracht23. Januar 2026 · BR-Drs. 44/26
- Bundesrat: 1. Durchgang6. März 2026 · BR-PlPr. 1062
- Bundestag: Gesetzentwurf eingebracht18. März 2026 · BT-Drs. 21/4786
- Bundestag: 1. Lesung26. März 2026 · BT-PlPr. 21/68
- Bundestag: Ausschuss: Beschlussempfehlung8. Juli 2026 · BT-Drs. 21/6988
- Bundestag: 2. Lesung9. Juli 2026 · BT-PlPr. 21/89
- Bundestag: 3. Lesung9. Juli 2026 · BT-PlPr. 21/89
- Bundesrat: 2. Durchgang25. September 2026 · BR-PlPr. 1068
Im Bundestag gesagt
15 Reden an 2 Sitzungstagen.
Alle Rednerinnen und RednerWeniger
- Daniel Rinkert · MdB, SPD26. März 2026 · Plenarprotokoll 21/68, S. 8307B
- Dr. Michael Blos · MdB, AfD26. März 2026 · Plenarprotokoll 21/68, S. 8308A
- Sascha van Beek · MdB, CDU/CSU26. März 2026 · Plenarprotokoll 21/68, S. 8309A
- Violetta Bock · MdB, DIE LINKE26. März 2026 · Plenarprotokoll 21/68, S. 8309D
- Christian Moser · MdB, CDU/CSU26. März 2026 · Plenarprotokoll 21/68, S. 8310B
- Dr. Jan-Niclas Gesenhues · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN26. März 2026 · zu Protokoll gegeben · Plenarprotokoll 21/68, S. 8326C
- Daniel Rinkert · MdB, SPD9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 11001B
- Marcel Queckemeyer · MdB, AfD9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 11002B
- Gitta Connemann · Parl. Staatssekr., Bundesministerium für Wirtschaft und Energie9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 11003A
- Dr. Jan-Niclas Gesenhues · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 11003D
- Violetta Bock · MdB, DIE LINKE9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 11004D
- Dunja Kreiser · MdB, SPD9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 11005B
- Thomas Korell · MdB, AfD9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 11005D
- Sascha van Beek · MdB, CDU/CSU9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 11006C
- Christian Moser · MdB, CDU/CSU9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 11007C