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Gesetz zur Einführung eines antragslosen Kindergeldes
Eingereicht von: Bundesregierung (CDU/CSU, SPD) · BT-Drs. 21/5874
Was ändert sich?
Nach der Geburt eines Kindes zahlt die Familienkasse das Kindergeld künftig automatisch aus, ohne dass Eltern einen Antrag stellen müssen – wenn alle nötigen Daten und eine Kontoverbindung bekannt sind. Start ab 1. Januar 2027.
Ab wann: 1. Januar 2027; Einführung in zwei Ausbaustufen (zunächst ab dem zweiten Kind, später auch für erstgeborene Kinder)KI-Zusammenfassung des Gesetzentwurfs, ohne Gewähr. Details und Quellen unten.Stand
BundesratBeratungsstand laut DIP: Bundesrat hat zugestimmt
- Ausschuss
- dafür: CDU/CSU, SPD, Grüne · Enthaltung: AfD, Linke
- Chance
- hochDer Bundestag hat zugestimmt. Der Bundesrat muss noch zustimmen; dass er ein Gesetz ganz scheitern lässt, ist selten.
Worum geht es?
Möglichkeit zur antragslosen Kindergeldgewährung durch die Familienkasse bei Kenntnis aller entscheidungserheblichen Tatsachen und einer Kontoverbindung sowie zweifelsfreier Anspruchsberechtigung, zunächst nur für Geburten …
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ab dem zweiten Kind, inländischem Wohnsitz des Kindes und inländischer Erwerbstätigkeit mindestens eines Elternteils, Beibehaltung der bisherigen Möglichkeit der Antragstellung nach Erhalt des Begrüßungsschreibens mit vorausgefülltem Antrag, insbes. bei fehlenden Angaben; Änderung §§ 39e, 64, 67, 68 und 69 Einkommensteuergesetz sowie § 71 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch; Verordnungsermächtigung Beschlussempfehlung des Ausschusses: Möglichkeit des Abrufs der Kontoverbindungen bei den Leistungsträgern durch die Familienkasse; datenschutzrechtliche Folgeänderungen; Änderung § 150 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch
Wer ist betroffen?
- Eltern nach der Geburt eines KindesEntlastung
Wer ein Kind bekommt, muss künftig keinen Kindergeldantrag mehr stellen – die Familienkasse zahlt automatisch aus, wenn ihr alle Angaben und eine Kontoverbindung vorliegen.
Zu tun: Kontoverbindung vorab freiwillig beim Bundeszentralamt für Steuern hinterlegen (z. B. über ELSTER oder die App „IBAN+“)
Laut Entwurf 153.400 Betroffene
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„Die Regelung führt zu einer Verringerung des Erfüllungsaufwands für Bürgerinnen und Bürger, die das Kindergeld zukünftig nicht mehr beantragen müssen, auf null.“
- Eltern, die selbst bestimmen wollen, wer das Kindergeld bekommtEntlastung und Belastung
Bei der automatischen Auszahlung wählt zunächst die Familienkasse den Elternteil aus; wer damit nicht einverstanden ist, kann die Änderung für die Zukunft ohne Begründung verlangen.
Zu tun: Änderung des Berechtigten bei der Familienkasse verlangen
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„Sollte die Familie mit dieser Auswahl nicht einverstanden sein, kann sie für die Zukunft ohne Begründung die Änderung bei der Familienkasse erwirken.“
- MütterEntlastung
Der Wegfall des Antrags entlastet vor allem Frauen, die bisher knapp 75 Prozent dieser Bürokratie zu erledigen hatten.
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„Die Regelung fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern, weil sie Bürokratie abschafft, von der überproportional (knapp 75 Prozent) Frauen betroffen waren.“
- Eltern, die Bürgergeld oder Leistungen der Arbeitsagentur beziehenBetroffen, ohne Kostenfolge
Die Familienkasse darf die dort gespeicherte Kontoverbindung automatisiert abrufen, wenn sie dem Bundeszentralamt für Steuern nicht vorliegt.
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„Von diesem Abruf darf die Familienkasse nur Gebrauch machen, wenn vom Bundeszentralamt für Steuern solche Daten nicht nach Satz 3 gemeldet wurden.“
KI-Auswertung des Vorblatts (Claude). Jede Zeile wurde maschinell gegen den Originaltext geprüft; ohne wörtlichen Beleg erscheint sie nicht. Die Angaben gelten für den Entwurf und sind keine Rechtsberatung.
Was kostet das?
- Haushaltsausgaben
Es fallen für den Bundeshaushalt Mehrausgaben von 905 000 Euro im HH-Jahr 2027 sowie in den folgenden Jahren jährlicher Aufwand von 90 000 Euro an. Für die Länder und Gemeinden ergeben sich keine Haushaltsausgaben. Die titelgenaue Aufschlüsselung der vorstehend dargestellten Mehrausgaben ist aus den nachstehenden Darstellungen im Allgemeinen Teil der Begründung ersichtlich.
- Erfüllungsaufwand
E.1 Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger Für Bürgerinnen und Bürger reduziert sich der jährliche Zeitaufwand um rund 205 000 Stunden und der jährliche Sachaufwand um rund 153 000 Euro. Einmaliger Zeitaufwand und Sachaufwand fallen nicht an. Der Erfüllungsaufwand von Bürgerinnen und Bürgern unterliegt der erweiterten „One in, one out“-Regel (Beschluss des Staatssekretärsausschusses Staatsmodernisierung und Bürokratierückbau vom 26. …
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September 2025). E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft Für die Wirtschaft fällt kein zusätzlicher Erfüllungsaufwand an. E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung Für die Verwaltung (Bund) erhöht sich der jährliche Erfüllungsaufwand insgesamt um rund 147 000 Euro. Für die Länder entsteht kein jährlicher Erfüllungsaufwand. Der einmalige Erfüllungsaufwand der Verwaltung beträgt rund 1,9 Mio. Euro. Davon entfallen etwa 1,6 Mio. Euro an einmaligem Erfüllungsaufwand auf den Bund und 258 000 Euro auf die Länder. Der Erfüllungsaufwand der Verwaltung unterliegt der erweiterten „One in, one out“-Regel (Beschluss des Staatssekretärsausschusses Staatsmodernisierung und Bürokratierückbau vom 26. September 2025).
- Weitere Kosten
Für die Wirtschaft einschließlich der mittelständigen Wirtschaft entstehen keine weiteren Kosten. Auswirkungen auf Einzelpreise und das Preisniveau, insbesondere das Verbraucherpreisniveau, sind durch das Regelungsvorhaben nicht zu erwarten. BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DER BUNDESKANZLER …
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Berlin, 11. Mai 2026 An die Präsidentin des Deutschen Bundestages Frau Julia Klöckner Platz der Republik 1 11011 Berlin Sehr geehrte Frau Bundestagspräsidentin, hiermit übersende ich den von der Bundesregierung beschlossenen
Wo steht das Gesetz?
- Bundesrat: Gesetzentwurf eingebracht27. März 2026 · BR-Drs. 175/26
- Bundesrat: 1. Durchgang8. Mai 2026 · BR-PlPr. 1065
- Bundestag: Gesetzentwurf eingebracht11. Mai 2026 · BT-Drs. 21/5874
- Bundestag: 1. Lesung22. Mai 2026 · BT-PlPr. 21/81
- Bundestag: Ausschuss: Beschlussempfehlung8. Juli 2026 · BT-Drs. 21/6979
- Bundestag: 2. Lesung9. Juli 2026 · BT-PlPr. 21/89
- Bundestag: 3. Lesung9. Juli 2026 · BT-PlPr. 21/89
- Bundesrat: 2. Durchgang25. September 2026 · BR-PlPr. 1068
Im Bundestag gesagt
30 Reden an 2 Sitzungstagen.
Alle Rednerinnen und RednerWeniger
- Lars Klingbeil · Bundesmin., Bundesministerium der Finanzen22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9717B
- Kay Gottschalk · MdB, AfD22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9718B
- Dr. Anja Weisgerber · MdB, CDU/CSU22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9719C
- Dr. Franziska Brantner · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9720B
- Doris Achelwilm · MdB, DIE LINKE22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9721A
- Dr. Wiebke Esdar · MdB, SPD22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9721D
- René Springer · MdB, AfD22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9722C
- Lukas Krieger · MdB, CDU/CSU22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9725C
- Dr. Moritz Heuberger · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9726C
- Heidi Reichinnek · MdB, DIE LINKE22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9727A
- Jasmina Hostert · MdB, SPD22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9728B
- Rainer Groß · MdB, AfD22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9728C
- Mechthilde Wittmann · MdB, CDU/CSU22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9729D
- Timon Dzienus · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9732A
- Frauke Heiligenstadt · MdB, SPD22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9732D
- Dr. Markus Reichel · MdB, CDU/CSU22. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/81, S. 9735C
- Parsa Marvi · MdB, SPD9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10908D
- Kay Gottschalk · MdB, AfD9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10909C
- Lukas Krieger · MdB, CDU/CSU9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10910C
- Dr. Moritz Heuberger · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10912B
- Doris Achelwilm · MdB, DIE LINKE9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10913B
- Truels Reichardt · MdB, SPD9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10914A
- Marcel Queckemeyer · MdB, AfD9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10914D
- Mechthilde Wittmann · MdB, CDU/CSU9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10915D
- Katharina Beck · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10919D
- Mareike Hermeier · MdB, DIE LINKE9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10921A
- Frauke Heiligenstadt · MdB, SPD9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10921D
- René Springer · MdB, AfD9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10923D
- Dr. Matthias Hiller · MdB, CDU/CSU9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10925A
- Oliver Pöpsel · MdB, CDU/CSU9. Juli 2026 · Plenarprotokoll 21/89, S. 10925D