- Sicherheit und Verteidigung
- Recht und Justiz
Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/1260 über die Abschöpfung und Einziehung von Vermögenswerten
Eingereicht von: Bundesregierung (CDU/CSU, SPD) · BT-Drs. 21/5869
Was ändert sich?
Bei Straftaten sollen Vermögenswerte leichter über Ländergrenzen hinweg aufgespürt und gesichert werden. Staatsanwaltschaften und das Bundeskriminalamt bekommen dafür neue Aufgaben; wer von einer Sicherstellung betroffen ist, kann den vorzeitigen Verkauf selbst beantragen.
Ab wann: am Tag nach der Verkündung; die Korrektur im Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz am 20. November 2026KI-Zusammenfassung des Gesetzentwurfs, ohne Gewähr. Details und Quellen unten.Stand
BundesratBeratungsstand laut DIP: Verabschiedet
- Ausschuss
- dafür: CDU/CSU, SPD · dagegen: AfD · Enthaltung: Grüne, Linke
- Chance
- hochDer Bundestag hat zugestimmt. Der Bundesrat muss noch zustimmen; dass er ein Gesetz ganz scheitern lässt, ist selten.
Worum geht es?
Beschlussempfehlung des Ausschusses: Änderung
Kurzbeschreibung. Quelle: Deutscher Bundestag/Bundesrat – DIP.Wer ist betroffen?
- Menschen und Unternehmen, deren Vermögenswerte in einem Strafverfahren sichergestellt werdenEntlastung und Belastung
Wer von einer Sicherstellung betroffen ist, kann künftig ausdrücklich selbst beantragen, dass der Gegenstand vorzeitig verkauft wird; das gilt auch für Grundstücke und vergleichbare Rechte.
Zu tun: Notveräußerung beantragen
Beleg im EntwurfBeleg ausblenden
„In der Strafprozessordung (StPO) wird klargestellt, dass die von einer Sicherstellung betroffene Person die Notveräußerung des Vermögensgegenstandes beantragen kann (Artikel 4, § 111p StPO-E).“
KI-Auswertung des Vorblatts (Claude). Jede Zeile wurde maschinell gegen den Originaltext geprüft; ohne wörtlichen Beleg erscheint sie nicht. Die Angaben gelten für den Entwurf und sind keine Rechtsberatung.
Was kostet das?
- Haushaltsausgaben
Dem Bund entstehen durch dieses Gesetz Mehrausgaben im Haushalt des Bundesministeriums des Innern, Einzelplan 06, in Höhe von ca. 339 000 Euro pro Jahr. Der Mehrbedarf an Personalmitteln soll finanziell und stellenmäßig im Einzelplan 06 ausgeglichen werden.
- Erfüllungsaufwand
E.1 Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger Keiner. E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft Keiner. Davon Bürokratiekosten aus Informationspflichten Keine. E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung Den Ländern kann aufgrund der Zentralisierung von Aufgaben der Vermögensverwaltungsstellen (§ 143 Absatz 4 Satz 2 GVG-E) einmaliger Erfüllungsaufwand von voraussichtlich weniger als 100 000 Euro entstehen. …
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Dieser beruht auf einer Eins-zu-eins-Umsetzung von EU-Recht.
- Weitere Kosten
Dem Bund und den Ländern können weitere Kosten im sogenannten justiziellen Kernbereich entstehen. Unter der Annahme von 2 800 zusätzlichen Vorgängen im Jahr wird infolge der Umsetzung des im Entwurf enthaltenen § 91r des Gesetzes über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRG-E) und des im Entwurf enthaltenen § 30 Absatz 4 Nummer 6 der Abgabenordnung (AO-E) ein laufender Mehraufwand von insgesamt rund 5 900 Stunden erwartet. …
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Langfristig erwarten die Länder weitere konjunkturelle Anstiege der zu bearbeitenden Rechtshilfeersuchen. BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DER BUNDESKANZLER Berlin, 11. Mai 2026 An die Präsidentin des Deutschen Bundestages Frau Julia Klöckner Platz der Republik 1 11011 Berlin Sehr geehrte Frau Bundestagspräsidentin, hiermit übersende ich den von der Bundesregierung beschlossenen
Wo steht das Gesetz?
- Bundesrat: Gesetzentwurf eingebracht27. März 2026 · BR-Drs. 178/26
- Bundesrat: 1. Durchgang8. Mai 2026 · BR-PlPr. 1065
- Bundestag: Gesetzentwurf eingebracht11. Mai 2026 · BT-Drs. 21/5869
- Bundestag: 1. Lesung21. Mai 2026 · BT-PlPr. 21/80
- Bundestag: Ausschuss: Beschlussempfehlung23. September 2026 · BT-Drs. 21/8159
- Bundestag: 2. Lesung24. September 2026 · BT-PlPr. 21/96
- Bundestag: 3. Lesung24. September 2026 · BT-PlPr. 21/96
Im Bundestag gesagt
13 Reden an 2 Sitzungstagen.
Alle Rednerinnen und RednerWeniger
- Anette Kramme · Parl. Staatssekr., Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz21. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/80, S. 9675A
- Rainer Galla · MdB, AfD21. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/80, S. 9675D
- Dr. Lena Gumnior · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN21. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/80, S. 9676C
- Ulrich von Zons · MdB, AfD21. Mai 2026 · Plenarprotokoll 21/80, S. 9677B
- Christian Moser · MdB, CDU/CSU21. Mai 2026 · zu Protokoll gegeben · Plenarprotokoll 21/80, S. 9701D
- Axel Müller · MdB, CDU/CSU21. Mai 2026 · zu Protokoll gegeben · Plenarprotokoll 21/80, S. 9702B
- Luke Hoß · MdB, DIE LINKE21. Mai 2026 · zu Protokoll gegeben · Plenarprotokoll 21/80, S. 9703A
- Dr. Johannes Fechner · MdB, SPD24. September 2026 · Plenarprotokoll 21/96, S. 11950C
- Knuth Meyer-Soltau · MdB, AfD24. September 2026 · Plenarprotokoll 21/96, S. 11951B
- Christian Moser · MdB, CDU/CSU24. September 2026 · Plenarprotokoll 21/96, S. 11952C
- Max Lucks · MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN24. September 2026 · Plenarprotokoll 21/96, S. 11953A
- Luke Hoß · MdB, DIE LINKE24. September 2026 · zu Protokoll gegeben · Plenarprotokoll 21/96, S. 12010A
- Sebastian Steineke · MdB, CDU/CSU24. September 2026 · zu Protokoll gegeben · Plenarprotokoll 21/96, S. 12010B