- Steuern und Finanzen
Gesetz zum Schließen einer Gerechtigkeitslücke bei der Besteuerung von Kryptowerten
Eingereicht von: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN · BT-Drs. 21/5752
Was ändert sich?
Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin & Co. sollen künftig immer versteuert werden – auch wenn man sie länger als ein Jahr behalten hat. Der Finanzausschuss empfiehlt allerdings, den Entwurf abzulehnen.
Ab wann: am Tag nach der VerkündungKI-Zusammenfassung des Gesetzentwurfs, ohne Gewähr. Details und Quellen unten.Stand
LesungenBeratungsstand laut DIP: Beschlussempfehlung liegt vor
- Ausschuss
- dafür: Grüne, Linke · dagegen: CDU/CSU, AfD, SPD
- Chance
- sehr geringIm Ausschuss stimmten CDU/CSU, AfD und SPD dagegen – zusammen 478 von 630 Sitzen, eine Mehrheit im Bundestag.
Worum geht es?
Besteuerung von Einkünften aus privaten Veräußerungsgeschäften von Kryptowerten mit dem persönlichen Einkommensteuersatz unabhängig von der Dauer des Haltens; Änderung §§ 23 und 52 Einkommensteuergesetz
Kurzbeschreibung. Quelle: Deutscher Bundestag/Bundesrat – DIP.Wer ist betroffen?
- Menschen mit Kryptowerten wie Bitcoin im PrivatvermögenBelastung
Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowerten wären auch nach mehr als einem Jahr Haltedauer steuerpflichtig und würden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
Zu tun: Gewinne in der Einkommensteuererklärung angeben
Beleg im EntwurfBeleg ausblenden
„Dadurch werden Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften von Kryptowerten unabhängig von der Dauer des Haltens mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.“
- Steuerpflichtige mit Krypto-Geschäften (Aufwand bei der Steuererklärung)Belastung
Weil keine Kryptobörse die Steuer automatisch abführen könnte, wäre mit zusätzlichem Prüf- und Nachweisaufwand zu rechnen.
Beleg im EntwurfBeleg ausblenden
„Dadurch drohe ein erheblicher bürokratischer Prüfaufwand für Finanzämter und Steuerpflichtige.“
KI-Auswertung des Vorblatts (Claude). Jede Zeile wurde maschinell gegen den Originaltext geprüft; ohne wörtlichen Beleg erscheint sie nicht. Die Angaben gelten für den Entwurf und sind keine Rechtsberatung.
Was kostet das?
- Haushaltsausgaben
Durch den Wegfall der Einjahresfrist bei Gewinnen aus dem Handel mit Kryptowerten steigt das Einkommensteueraufkommen um mindestens etwa 5 Mrd. Euro. Die Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen werden entlastet.
Wo steht das Gesetz?
- Bundestag: Gesetzentwurf eingebracht5. Mai 2026 · BT-Drs. 21/5752
- Bundestag: 1. Lesung7. Mai 2026 · BT-PlPr. 21/77
- Bundestag: Ausschuss: Beschlussempfehlung22. Mai 2026 · BT-Drs. 21/6112