6 Reden, 8 Zwischenrufe: So debattierte der Bundestag über Anpassung an EU-F-Gas-Verordnung 2024/573
In der 59. Sitzung am 26.2.2026 sprachen 6 Rednerinnen und Redner zu „Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Fünften Gesetzes zur Änderung des Chemikaliengesetzes“. Hier die Kernaussagen in ihren eigenen Worten.
Stand 26. Februar 2026 · ca. 1 Min. Lesezeit · Die meisten Zwischenrufe kamen aus der Fraktion Grüne. Was die Rednerinnen und Redner sagten.„Klimaschutz beginnt nicht auf internationalen Gipfeln. Er beginnt bei uns im Alltag, bei den Produkten, die wir kaufen, bei Kühlschränken, bei Feuerlöschern und auch bei Wärmepumpen. Viele dieser Produkte enthalten sogenannte F-Gase. Sie zählen zu den klimaschädlichsten Stoffen überhaupt.“
„Herr Blankenburg, nachdem man Ihre Rede gehört hat, weiß man, warum die Arbeitnehmer um Ihre Partei mittlerweile einen großen Bogen machen. Wir debattieren über die Novelle des Chemikalienrechts. Um es vorwegzunehmen: Es hat sich seit der ersten Lesung nichts zum Besseren verändert.“
„In meinem Geburtsjahr 1985 wurde das Ozonloch entdeckt. Verursacht hatten dies FCKW als Kühlmittel oder Treibmittel. Durch das Ozonloch gelangt harte UV-Strahlung auf die Erde; davon bekommt man Krebs.“
„F-Gase wirken bis zu 24 000-mal stärker als CO2. Wer Klimaschutz ernst meint, muss deshalb alles daransetzen, den Einsatz dieser Chemikalien schnellstmöglich auf das absolut Notwendige zu reduzieren, insbesondere dort, wo längst sichere Alternativen existieren.“
„Sie haben gerade davon gesprochen, dass es F-Gase gibt, die bis zu 24 000-mal schädlicher sind als CO2. Darunter ist auch Schwefelhexafluorid, das zum Großteil in Luftwärmepumpen eingesetzt wird.“
Zum Gesetz
Das deutsche Chemikalienrecht wird an neue EU-Regeln für klimaschädliche fluorierte Treibhausgase (F-Gase) angepasst. Wer Geräte mit F-Gasen ohne die nötige Quote verkauft hat, muss diese nachträglich beschaffen; Händlern kann der Handel zeitweise verboten werden.