6 Reden, 5 Zwischenrufe: So debattierte der Bundestag über Unterschrift unter Ausbildungsnachweis entfällt
In der 96. Sitzung am 24.9.2026 sprachen 6 Rednerinnen und Redner zu „Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Fahrlehrergesetzes und anderer …“. Hier die Kernaussagen in ihren eigenen Worten.
Stand 24. September 2026 · ca. 1 Min. Lesezeit · Die meisten Zwischenrufe kamen aus der Fraktion SPD. Was die Rednerinnen und Redner sagten.„Der Führerschein bedeutet für viele Menschen, gerade für die jungen, ein wichtiges Stück Freiheit und Selbstständigkeit. Aber mittlerweile ist er mit erheblichen Kosten verbunden, im Durchschnitt 3 400 Euro.“
„Ein günstiger Führerschein bedeutet Freiheit, Mobilität und Unabhängigkeit. Wir haben uns in den letzten Tagen und Wochen aber auch intensiv mit Fahrlehrern ausgetauscht. Sie berichten von deutlich gestiegenen Kosten – bei Versicherungen, Kraftstoff, Personal und Leasing.“
„Was haben Dithmarschen und Nordfriesland, das Sauerland, die Uckermark und Vorpommern gemeinsam?“
„Hier wird eine Reform – offenbar nur von Teilen der Koalition – als großes Vergünstigen des Führerscheins verkauft. Aber wenn man genauer hinsieht, sieht man vor allem eins: Hier werden nicht überzeugend die Kosten gesenkt, sondern vor allem die Standards.“
„Der Führerschein wird für immer mehr junge Menschen in diesem Land zum Luxus. Das ist ein großes Problem, das wir angehen müssen. Der Führerschein entscheidet darüber, welchen Ausbildungsplatz man annehmen kann und wie selbstständig man auf dem Land leben kann.“
„Ich hatte in der letzten Plenarwoche sieben Schülergruppen mit insgesamt 395 Schülern zu Besuch. Jede Gruppe habe ich gefragt: Wer von euren Eltern hat ein Auto? Jedes Mal gingen alle Hände hoch. Daran kann man klar sehen, wie wichtig das Auto ist.“
Zum Gesetz
Wer den Führerschein macht, muss den Ausbildungsnachweis nicht mehr unterschreiben. Fahrschulen müssen keine eigenen Theorie-Unterrichtsräume und Lehrmittel mehr vorhalten und melden ihre Preise künftig an ein Transparenzportal. Die Regeln gelten ab 1. Juli 2027.