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Sonntag, 4. Oktober 2026Ausgabe KW 40

Echte Politik

Unabhängig und werbefrei. Artikel von KI aus Bundestags-Drucksachen, stichprobenartig geprüft. Mehr

SozialleistungenKI

Rund 381.000 Haushalte sollen ihr Wohngeld verlieren

Mehrere Gesetze betreffen Sozialleistungen. Das Wohngeld soll sinken, das BAföG steigen, und die meisten dieser Pläne sind noch Entwürfe.

Rund 381.000 Haushalte sollen ihr Wohngeld verlieren. Das sieht ein Entwurf für eine Wohngeldreform vor. Der Anteil für Heizkosten im Wohngeld soll sich ab 1. Januar 2027 halbieren. Die regelmäßige Erhöhung des Wohngelds soll ausgesetzt werden. Auch die Berechnungsformel soll sich ändern. Zugleich sollen Antrag und Nachweise einfacher werden. Für laufende Bescheide ist eine Übergangsregelung geplant. Vollständig würde die Reform deshalb erst ab 2029 wirken.

Entwurfvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)· Chance hoch

Wechsel in die Grundsicherung

Rund 143.000 der betroffenen Haushalte würden in die Grundsicherung wechseln. 68.000 Haushalte kämen zu Leistungen nach dem SGB II, also zum Bürgergeld. Dort müssten sie einen Antrag stellen. Das dauert etwa 75 Minuten. 75.000 Haushalte bekämen Anspruch auf Grundsicherung im Alter und müssten sie beantragen. Wer das Wohngeld verliert, verliert auch den Anspruch auf Kinderzuschlag. Für 411 Gemeinden ist eine höhere Mietenstufe geplant, für 126 eine niedrigere.

Entwurfvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)· Chance hoch

Änderungen beim Kinderzuschlag

Das Begleitgesetz zum Haushalt 2027 liegt derzeit im Ausschuss. Es sieht vor, den Sofortzuschlag im Kinderzuschlag zu streichen. Die Regelbedarfe sollen künftig wieder einstufig statt zweistufig fortgeschrieben werden. Beim Bürgergeld fielen die Leistungen dadurch um rund 78 Millionen Euro im Jahr geringer aus. Bei der Grundsicherung im Alter wären es rund 24 Millionen Euro weniger. Die Wohngeldausgaben sollen um rund 40 Millionen Euro im Jahr sinken.

Entwurfvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)· Chance hoch

BAföG-Antrag nur noch online

Die Freibeträge sollen ab dem Wintersemester 2028/29 jährlich um 1,5 Prozent steigen. So könnten auch Familien mit etwas höherem Einkommen Förderung erhalten. Anträge sollen nur noch online über „BAföG Digital“ gehen, außer in Härtefällen. Ein Erstantrag soll dadurch rund 70 Minuten weniger Zeit kosten. Ab dem fünften Fachsemester soll der Leistungsnachweis entfallen. Das spart rund 53 Minuten je Fall. Weil die Berufsausbildungsbeihilfe steigt, würde beim Bürgergeld mehr Einkommen angerechnet.

Entwurfvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)· Chance hoch

Kindergeld ohne Antrag

Der Bundestag hat Kindergeld ohne Antrag beschlossen, nun ist der Bundesrat am Zug. Ab 1. Januar 2027 soll die Familienkasse nach einer Geburt automatisch zahlen. Dafür müssen alle nötigen Daten und eine Kontoverbindung bekannt sein. Zunächst gilt das ab dem zweiten Kind. Fehlt dem Bundeszentralamt für Steuern die Kontoverbindung, soll die Familienkasse sie beim Bürgergeld abrufen dürfen. Im Ausschuss stimmten CDU/CSU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN dafür. AfD und Die Linke enthielten sich.

Vom Bundestag beschlossenvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)· Chance hoch

Heizungsreform bereits in Kraft

Bereits in Kraft ist die Reform des Heizungsgesetzes. Die Pflicht zu 65 Prozent erneuerbarer Energie bei neuen Heizungen entfällt. Neue Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt. Ab 2029 muss ihnen ein Anteil klimafreundlicher Brennstoffe beigemischt werden. Er steigt von 10 Prozent ab 2029 auf 60 Prozent ab 2040. Für Bürgergeld-Beziehende kann sich das auf die anerkannten Bedarfe für Unterkunft und Heizung auswirken.

Beschlossenvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)
Die Gesetze in diesem ArtikelStand und Einreicher stammen aus dem DIP, das Ausschussvotum aus dem Ausschussbericht (per KI ausgelesen, mit Zitat geprüft). Die Chance ist eine Einschätzung nach festen Regeln (Sitze, Ausschussvotum, bisherige Bilanz der Einreicher), keine Vorhersage. So schätzen wir sie einMit KI aus den ausgewerteten Gesetzentwürfen geschrieben, Stand 4. Oktober 2026, stichprobenartig geprüft. Maßgeblich sind die verlinkten Drucksachen.