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Sonntag, 4. Oktober 2026Ausgabe KW 40

Echte Politik

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Alter und LebenslageKI

Bundestag stimmt Kindergeld ohne Antrag nach der Geburt zu

Sechs Vorhaben betreffen Familien, Frauen und junge Menschen. Der Bundestag hat eines davon bereits beschlossen. Die übrigen sind noch Entwürfe.

Eltern sollen Kindergeld nach einer Geburt künftig ohne Antrag bekommen. Die Familienkasse zahlt es dann automatisch aus. Voraussetzung: Sie kennt alle nötigen Daten und die Kontoverbindung. Der Bundestag hat zugestimmt, jetzt entscheidet der Bundesrat. Im Ausschuss stimmten CDU/CSU, SPD und Grüne dafür. AfD und Die Linke enthielten sich. Start soll der 1. Januar 2027 sein. Zunächst gilt das ab dem zweiten Kind, später auch für Erstgeborene.

Vom Bundestag beschlossenvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)· Chance hoch

Weniger Papierkram für Frauen

Laut Gesetz spart der Wegfall des Antrags rund 40 Minuten. Auch das Porto entfällt. Bisher erledigten Frauen knapp 75 Prozent dieser Bürokratie. Sie werden deshalb vor allem entlastet. Die Familienkasse wählt vorerst selbst aus, welcher Elternteil das Geld erhält. Eltern können das ändern lassen.

Vom Bundestag beschlossenvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)· Chance hoch

Mehr Geld für Schwangere in Not

Schwangere Frauen in finanzieller Not sollen höhere Hilfen bekommen können. Dafür soll der Bund der Stiftung „Mutter und Kind“ mehr Geld geben. Bisher zahlt er jährlich 96,033 Millionen Euro. Ab 2027 sind 101 Millionen Euro geplant. Ab 2032 sollen es 105 Millionen Euro sein. Das Stiftungsvermögen soll aufgelöst und verbraucht werden. Der Antrag auf Hilfe bleibt wie bisher. Das Vorhaben ist ein Entwurf.

Entwurfvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)· Chance hoch

Gesundheitsdaten

Auch ein Entwurf zu Gesundheitsdaten betrifft Frauen. Nach Geschlecht unterschiedene Daten sollen ihre gesundheitlichen Bedarfe sichtbarer machen. Forschung und Entwicklung sollen diese so besser berücksichtigen. Die App zur elektronischen Patientenakte, kurz ePA, soll zu Ersteinschätzung und Terminbuchung führen. Überweisungen sollen elektronisch werden. Apotheken sollen mehr Zugriff auf die Akte erhalten. Gegen die Nutzung für Forschung soll Widerspruch möglich sein. Ein neues Register dafür soll etwa ab 2029 arbeiten.

Entwurfvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)· Chance hoch

Mehr Förderung für Meisterkurse

Wer eine Aufstiegsfortbildung macht, etwa einen Meisterkurs, soll mehr Förderung bekommen. Für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sind bis zu 18.000 statt 15.000 Euro geplant. Für das Meisterstück sollen es bis zu 4.000 statt 2.000 Euro sein. Bei bestandener Prüfung sollen 60 statt 50 Prozent des Darlehens erlassen werden. Alleinerziehende sollen je Kind 160 statt 150 Euro monatlich für Betreuung erhalten. Start soll der 1. August 2027 sein.

Entwurfvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)· Chance hoch

Frühstartrente

Für Kinder ist zudem eine Frühstartrente geplant. Der Staat soll für Kinder von 6 bis 18 Jahren monatlich 10 Euro anlegen. Das Geld soll in ein Depot zur Altersvorsorge fließen. Ohne Vertrag der Eltern soll es zunächst gemeinsam angelegt werden. Nach dem 18. Geburtstag können junge Menschen das Geld auf ein eigenes Depot übertragen lassen. Auszahlung soll frühestens ab 65 Jahren sein. Der Entwurf liegt im Ausschuss.

Entwurfvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)· Chance hoch

Kinder- und Jugendhilfe

Ein weiterer Entwurf soll die Kinder- und Jugendhilfe neu ordnen. 14- und 15-Jährige sollen keinen Alkohol mehr kaufen oder trinken dürfen. Das soll auch in Begleitung der Eltern gelten. Angebote wie ein Kita-Platz sollen Vorrang vor einzelner Erziehungshilfe haben. Vor einer stationären Erziehungshilfe soll eine Prüfung stattfinden. Dabei geht es um begleitete Wohnformen der Jugendsozialarbeit. Den Verfahrenslotsen für Kinder mit Behinderung soll es dauerhaft geben.

Entwurfvon Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)· Chance hoch
Die Gesetze in diesem Artikel
  • Erstes Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (Erstes Kinder- und Jugendhilfestrukturreform-Gesetz - 1. KJHSRG)
    Stand
    EntwurfNoch nicht im Bundestag beraten.
    Eingebracht
    Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)
    Dafür dürften
    CDU/CSU, SPDDie Regierungsfraktionen tragen Regierungsentwürfe in der Regel mit. Abgestimmt hat der Ausschuss noch nicht.
    Chance
    hochEingebracht von der Bundesregierung; CDU/CSU und SPD haben 328 von 630 Sitzen. In dieser Wahlperiode hat der Bundestag 156 von 163 abgeschlossenen Regierungsentwürfen beschlossen.
  • Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen
    Stand
    EntwurfNoch nicht im Bundestag beraten.
    Eingebracht
    Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)
    Dafür dürften
    CDU/CSU, SPDDie Regierungsfraktionen tragen Regierungsentwürfe in der Regel mit. Abgestimmt hat der Ausschuss noch nicht.
    Chance
    hochEingebracht von der Bundesregierung; CDU/CSU und SPD haben 328 von 630 Sitzen. In dieser Wahlperiode hat der Bundestag 156 von 163 abgeschlossenen Regierungsentwürfen beschlossen.
  • Fünftes Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Errichtung einer Stiftung "Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens" (5. MuKStiftÄndG)
    Stand
    EntwurfNoch nicht im Bundestag beraten.
    Eingebracht
    Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)
    Dafür dürften
    CDU/CSU, SPDDie Regierungsfraktionen tragen Regierungsentwürfe in der Regel mit. Abgestimmt hat der Ausschuss noch nicht.
    Chance
    hochEingebracht von der Bundesregierung; CDU/CSU und SPD haben 328 von 630 Sitzen. In dieser Wahlperiode hat der Bundestag 156 von 163 abgeschlossenen Regierungsentwürfen beschlossen.
  • Gesetz zur Einführung eines antragslosen Kindergeldes
    Stand
    Vom Bundestag beschlossenJetzt ist der Bundesrat am Zug.
    Eingebracht
    Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)
    Ausschuss
    dafür: CDU/CSU, SPD, Grüne · Enthaltung: AfD, Linke
    Chance
    hochDer Bundestag hat zugestimmt. Der Bundesrat muss noch zustimmen; dass er ein Gesetz ganz scheitern lässt, ist selten.
  • Fünftes Gesetz zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes
    Stand
    EntwurfNoch nicht im Bundestag beraten.
    Eingebracht
    Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)
    Dafür dürften
    CDU/CSU, SPDDie Regierungsfraktionen tragen Regierungsentwürfe in der Regel mit. Abgestimmt hat der Ausschuss noch nicht.
    Chance
    hochEingebracht von der Bundesregierung; CDU/CSU und SPD haben 328 von 630 Sitzen. In dieser Wahlperiode hat der Bundestag 156 von 163 abgeschlossenen Regierungsentwürfen beschlossen.
  • Gesetz zur Einführung einer Frühstartrente
    Stand
    EntwurfWird im Ausschuss beraten.
    Eingebracht
    Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)
    Dafür dürften
    CDU/CSU, SPDDie Regierungsfraktionen tragen Regierungsentwürfe in der Regel mit. Abgestimmt hat der Ausschuss noch nicht.
    Chance
    hochEingebracht von der Bundesregierung; CDU/CSU und SPD haben 328 von 630 Sitzen. In dieser Wahlperiode hat der Bundestag 156 von 163 abgeschlossenen Regierungsentwürfen beschlossen.
Stand und Einreicher stammen aus dem DIP, das Ausschussvotum aus dem Ausschussbericht (per KI ausgelesen, mit Zitat geprüft). Die Chance ist eine Einschätzung nach festen Regeln (Sitze, Ausschussvotum, bisherige Bilanz der Einreicher), keine Vorhersage. So schätzen wir sie einMit KI aus den ausgewerteten Gesetzentwürfen geschrieben, Stand 4. Oktober 2026, stichprobenartig geprüft. Maßgeblich sind die verlinkten Drucksachen.