Sprachtest für alle Kinder im fünften Lebensjahr geplant
Ein Gesetzentwurf sieht einen Sprach- und Entwicklungstest für alle Kita-Kinder vor. Betroffen wären Familien mit kleinen Kindern, Kitas und Fachkräfte in der Erziehung.
Stand 6. Oktober 2026 · ca. 1 Min. LesezeitTest und gezielte Förderung
Alle Kita-Kinder sollen spätestens im fünften Lebensjahr getestet werden. Der Test prüft Sprache und Entwicklung. Zeigt sich ein Förderbedarf, sollen die Kinder gezielt gefördert werden. Kitas mit vielen Kindern in schwierigen Lebenslagen sollen zusätzliches Personal bekommen. Das soll mindestens 10 % der Kitas in jedem Land betreffen.
Auch Kinder ohne Kita-Platz
Eltern mit Kindern unter sechs Jahren erfahren so den Entwicklungsstand ihres Kindes. Bei Förderbedarf soll eine Förderung folgen. Auch Kinder ohne Kita-Platz sollen getestet und bei Bedarf gefördert werden. Dafür entsteht insgesamt ein Aufwand von 266.953 Stunden im Jahr.
Mehr Zeit für Fachkräfte
Erzieherinnen und Erzieher sollen zusätzliche Arbeitszeit bekommen. Für den Test sind 2 Stunden je Kind vorgesehen. Für die Förderplanung gibt es 30 Minuten pro Woche. Fachberatung sowie Fort- und Weiterbildung sollen fest verankert werden. So sollen sich die Arbeitsbedingungen verbessern.
Stand des Verfahrens
Das Gesetz ist bisher ein Entwurf. Der letzte Schritt im Verfahren war am 28. September 2026. Gelten soll es ab dem 1. Januar 2027. Weitere Teile sollen am 1. Januar 2029 folgen. Andere Teile sollen am 1. Januar 2032 in Kraft treten.
Geld und weitere Änderungen
Der Bund soll den Ländern 1,493 Mrd. € pro Jahr geben. Das Geld soll über die Umsatzsteuer fließen. Das ist die Steuer auf Waren und Dienstleistungen. Auch Selbstständige sind betroffen. Bei ihrer laufenden Geldleistung sollen künftig weitere Aspekte zählen.
- Gesetz zur Verbesserung der Startchancen von Kindern und zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung (Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz - SCQEG)
- Stand
- EntwurfNoch nicht im Bundestag beraten.
- Eingebracht
- Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)
- Dafür dürften
- CDU/CSU, SPDDie Regierungsfraktionen tragen Regierungsentwürfe in der Regel mit. Abgestimmt hat der Ausschuss noch nicht.
- Chance
- hochEingebracht von der Bundesregierung; CDU/CSU und SPD haben 328 von 630 Sitzen. In dieser Wahlperiode hat der Bundestag 156 von 163 abgeschlossenen Regierungsentwürfen beschlossen.