Elektronische Kasse soll ab 2028 Pflicht werden
Ein Gesetzentwurf sieht eine Pflicht zur elektronischen Kasse vor. Sie soll Geschäfte mit mehr als 100.000 Euro Umsatz betreffen. Gedruckte Kassenbons sollen dann keine Pflicht mehr sein.
Stand 12. Oktober 2026 · ca. 1 Min. LesezeitElektronische Kasse wird Pflicht
Geschäfte mit mehr als 100.000 Euro Gesamtumsatz sollen eine elektronische Kasse nutzen müssen. Diese Kasse braucht eine Sicherheitseinrichtung. Die offene Ladenkasse soll dann nicht mehr erlaubt sein. Gemeint ist eine Kasse ohne elektronische Aufzeichnung. An ihre Stelle soll ein elektronisches Aufzeichnungssystem treten. Laut Titel soll der Entwurf auch Steuerhinterziehung bekämpfen.
Digitaler Beleg statt Papierbon
Für Kundinnen und Kunden soll sich der Kassenbeleg ändern. Geschäfte sollen keine gedruckten Belege mehr ausgeben müssen. Ein digitaler Beleg soll genügen. Er kann zum Beispiel über einen QR-Code kommen. Dieser Code erscheint auf dem Kassenbildschirm. Ein QR-Code ist ein Bildcode, den ein Handy einlesen kann.
Bisher nur ein Entwurf
Das Gesetz ist bisher nur ein Entwurf. Der letzte Schritt im Verfahren war am 9. Oktober 2026. Kassenpflicht und Ende der Papierbon-Pflicht sollen am 1. Januar 2028 kommen. Andere Regeln sollen am ersten Tag des Quartals nach der Verkündung gelten. Verkündung heißt: Das Gesetz wird offiziell veröffentlicht. Weitere Teile sollen am 1. Januar 2029 starten.
Kosten für die Geschäfte
Eine neue Kasse soll einmalig rund 500 Euro kosten. Das gilt für eine Kasse in der Cloud, also über das Internet. Eine Kasse vor Ort soll rund 575 Euro kosten. Für die Wirtschaft sinkt der Aufwand laut Entwurf um 106,2 Millionen Euro pro Jahr. Einmalig entsteht ein Aufwand von 98,7 Millionen Euro.
- Gesetz zur Fortentwicklung von Kassenaufzeichnungen und zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung sowie zur weiteren Digitalisierung handels- und steuerrechtlicher Aufzeichnungen
- Stand
- EntwurfNoch nicht im Bundestag beraten.
- Eingebracht
- Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)
- Dafür dürften
- CDU/CSU, SPDDie Regierungsfraktionen tragen Regierungsentwürfe in der Regel mit. Abgestimmt hat der Ausschuss noch nicht.
- Chance
- hochEingebracht von der Bundesregierung; CDU/CSU und SPD haben 328 von 630 Sitzen. In dieser Wahlperiode hat der Bundestag 160 von 167 abgeschlossenen Regierungsentwürfen beschlossen.