8 % des Deutschland-Umsatzes in europäische Filme und Serien
Streamingdienste und Mediatheken müssen künftig 8 Prozent ihres in Deutschland erzielten Umsatzes in europäische Filme und Serien investieren – davon 80 Prozent in deutschsprachige und 70 Prozent in Werke unabhängiger Hersteller.
ca. 1 Min. LesezeitWas sich ändert
8 % des Deutschland-Umsatzes in europäische Filme und Serien Davon 60 % neue Werke, 80 % deutschsprachig, 70 % unabhängige Hersteller Branchenvereinbarung möglich ab 12 % Investitionen Start frühestens 1. Januar 2027, Ausgleichsabgabe bei Nichterfüllung
Wen es betrifft
Durch festgeschriebene Investitionen in europäische und deutschsprachige Produktionen soll der Produktionsstandort und damit die Arbeit der Kreativen gestärkt werden. Für sie ändert sich nichts an den Preisen: Laut Entwurf ist keine Erhöhung der Abonnementpreise wegen der neuen Investitionspflicht zu erwarten.
Wie weit es ist
Der Entwurf liegt im Ausschuss. Gelten soll es ab Am Tag nach der Verkündung, frühestens am 1. Januar 2027; die nachträgliche Prüfung der Investitionen greift wegen der zweijährigen Investitionsperiode ab 2029..
- Gesetz zur Förderung europäischer audiovisueller Werke durch eine Investitionsverpflichtung für Mediendiensteanbieter (Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetz - MedienInvestVG)
- Stand
- EntwurfWird im Ausschuss beraten.
- Eingebracht
- Bundesregierung (CDU/CSU, SPD)
- Dafür dürften
- CDU/CSU, SPDDie Regierungsfraktionen tragen Regierungsentwürfe in der Regel mit. Abgestimmt hat der Ausschuss noch nicht.
- Chance
- hochEingebracht von der Bundesregierung; CDU/CSU und SPD haben 328 von 630 Sitzen. In dieser Wahlperiode hat der Bundestag 156 von 163 abgeschlossenen Regierungsentwürfen beschlossen.